|
Besonderheiten im Umgang mit Tätern mit russischem Migrationshintergrund Gewalttäter mit russischem Migrationshintergrund sind im Kontakt auch von professionellen Helfern oft nur schwer zu erreichen und einzuschätzen. Sie wirken verschlossen und ihr Verhalten ist meist wenig kooperativ sowie von Misstrauen geprägt. Gleiches gilt häufig für ihre Familien. Dies führt nicht selten zum Abbruch von Hilfemaßnahmen oder Therapien. Ohne die speziellen Kenntnisse der kulturellen Hintergründe sowie deren Werten und Normen ist es sehr schwer, einen Zugang zu diesen Menschen zu bekommen. Der Workshop vermittelt einen Einblick in die subkulturellen Werte und Normen, insbesondere die des Systems „Dieb im Gesetz“. Die Bedeutung des Kollektivismus in der Kriminalität mit dessen Aufbau und Hierarchien wird ebenfalls herausgearbeitet. Anhand theoretischer Begründungen und von Praxisbeispielen sollen die Teilnehmer eine Basis für das professionelle Verständnis von Täterverhalten und dadurch mehr Sicherheit im direkten Kontakt mit diesem Personenkreis erlangen.
Themenschwerpunkte: - System „Dieb im Gesetz“ - Kollektivismus - Motive - Handlungsformen von Gewalttätern - Hierarchien, Werte und Normen
Referent: Jörg Knust
Ihre IDT-Ansprechpartner: Rita Steffes-enn & Markus Brand
_________________________
|